Für den Empfang gebührend geschmückt


Sanxenxo - der Ort mit den zwei X ("sch" gesprochen) - liegt östlich des spanischen Nationalparks der gallicischen Atlantikinseln in der Bucht von Pontevedra und verfügt über eine moderne Marina. Uns bot sie eine günstig gelegene Möglichkeit für einen Zwischenhalt auf dem Weg nach Norden.

Die Fahrt dorthin machte mal so richtig Spass. Das Wasser war - zumindest bis am Abend - ruhig, der Wind blies zeitweise aus NO und liess die WoC gute Fahrt machen und den Autopiloten in aller Ruhe seinen Dienst versehen. Und auch die Sonne schien, trotz einiger Wolken. Natürlich profitierten auch andere Schiffe vom guten Wind, auch wenn sie meist in die entgegengesetzte Richtung segelten (wie der Schoner Atlantis).

Mitte Juni waren wir in Almerimar gestartet, nach etwas mehr als 4 Wochen nahmen wir von Sanxenxo aus Kurs auf La Coruña, das wir trotz Nachtfahrt allerdings nicht erreichen sollten. Der Entscheid, den grossen Ost-Bogen entlang der nordspanischen Küste aus Zeitgründen auszulassen und statt dessen nach Camariñas auszuweichen, fassten wir spontan, als sich Wind und Wellen dann doch noch gegen uns wandten. Abgemacht war mit Suzanne, dass sie in La Coruña zusteigen sollte, weil sie den Ort mit dem Flugzeug aus der Schweiz gut erreichen konnte. Doch dort hätte sie auf uns warten müssen. Wie lange war nicht klar vorherzusehen. Also "simsten" wir ihr, statt in La Coruña auf uns zu warten, sich dort in ein Taxi zu setzen und sich zu dem kleinen Ort an der spanischen Nord-Westküste fahren zu lassen, wo wir sie kurz nach unserer eigenen Ankunft dann auch in Empfang nehmen konnten. La Coruña, das wir uns immer schon mal ansehen wollten, muss weiterhin auf unseren Besuch warten...

Camariñas, hatten wir den Eindruck, hatte sich für uns so richtig herausgeputzt und sämtliche Schiffe im Hafen mit Fähnchen, Blumen und grünen Zweigen geschmückt. Ausserdem wurden an der Uferstrasse reihenweise Verkaufsstände aufgestellt. Eine grosse Bühne und verschiedene Chilbi-Stände ergänzten das Ganze. Das Dorf war in Festlaune - und wir waren es auch. Suzanne war gut angekommen und wir hatten damit den geänderten Zeitplan einhalten können. Technische oder sonstige Pannen waren ausgeblieben. Wir waren - mit anderen Worten - gerüstet für die Fahrt über die Biskaya.


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