So sicher wie das Amen in der Kirche


Bevor wir Gibraltar verlassen konnten, mussten wir unsere Stopfbuchse in La Linea nachbessern lassen. Wir hatten Glück, dass uns gerade nach der Einfahrt in den Hafen ein Arbeit suchender und hilfsbereiter Techniker über den Weg lief, der das erledigte, ohne das Schiff aus dem Wasser zu nehmen. Sein Werk hat bis Ende des Törns dicht gehalten und liess nur noch wenige Tropfen in die Biege passieren.

Danach ging's endlich weiter. Von Gibraltar in einem zweitätigen Schlag bis Lagos, dann in etwa der gleichen Zeit bis Cascais, der Stadt am Ausfluss des Tero, rund zwei Bahnstunden westlich von Lissabon, der grössten und der Hauptstadt Portugals. Schon in der Strasse von Gibraltar zeigten sich der Nord-Wind und die Wellen von der eher aggressiven Seite, beide stemmten sie sich gegen die WoC, die sich dennoch ihren Weg bahnte, wenn auch gemächlich. An Tarifa vorbei bis zum portugiesischen Lagos brauchten wir rund 30 Stunden, wobei der Motor die meiste Zeit half, die WoC auf 5 bis 6 kn zu beschleunigen.

Auch wenn wir auf einem Überführungstörn waren, ein Tag Zeit für den Besuch Lisboas musste sein. Da unsere Skipperin in Cascais von Bord ging, um sich neuen Projekten zu widmen, besuchten Javier und ich die portugiesische Metropole zu zweit. Mit dem Zug waren wir rasch dort, um uns einen Eindruck von der historisch interessanten, zudem betriebsamen Stadt zu machen. Die Fahrt mit dem bekannten und in die Jahre gekommenen Tram 28, das als reguläre Strassenbahn eine Rundfahrt durch einen Teil der auf sieben Hügeln erbauten Stadt erlaubt, werde ich nicht so schnell vergessen.


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