Durch diese hohle Gasse ...


...kommen viele - und viel grössere als wir. Das erkennten wir rasch, als wir mit einer Reihe anderer Sportboote nach längerem Warten erst einmal in den Kanal einfahren durften. Das Wetter war nass und kühl, der Wind bliess mässig, aber den brauchten wir im Kanal ohnehin nicht. Warum wir in Schleuse 1 festmachen mussten, ist uns ein Rätsel. Nach dem Öffnen des Tores auf der Ostseite veränderte sich der Wasserspiegel um keinen Zentimeter (waren wir jedenfalls überzeugt). Das Einhalten der Geschwindigkeits- und Anlegeregeln im Kanal werden - so wird es immer wieder proklamiert - streng kontrolliert. Warum eigentlich, mag man sich fragen, alle halten sich ohnehin daran. Wir also auch. Im Gänsemarsch ging es in Richtung Osten, Meile für Meile, nein Kilometer für Kilometer. Die Länge der Wasserstrasse wird schliesslich in km angegeben: 98 km misst sie. Warum nicht, wie in der christlichen Seefahrt üblich, in sm? Egal, was uns da alles entgegenkam und uns ans Ufer zu drücken versuchte, war schon spektakulär, aber auch eindrücklich. Alle Begegnungen verliefen nämlich absolut problemlos.

Die Wind of Change liess sich auch durch die grossen Nachbarn auf dem NO-Kanal nicht aus der Ruhe bringen, um endlich wieder in die Ostsee zu kommen, immerhin ihre frühere Heimat. Auch ich war - nach immerhin 7 Wochen auf dem Schiff - erleichtert, die WoC im sicheren Hafen zu wissen. Von dort wird sie - das hat der Prolog I gezeigt, im Frühjahr 2017 zu neuen Ufern aufbrechen. Doch erst wird sie einer weitern Verjüngungskur unterzogen. Die Malerarbeiten in Spanien z.B. haben nicht gehalten, was sie versprochen haben, doch da sind noch andere Dinge zu erledigen, die die letzen Wochen offengelegt haben. Es gibt also viel zu tun: Packen wir's an.


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