2018: Juni 

Finnland erfahren - vom Süden bis zum Norden

Anfangs Juni haben wir uns endlich wieder auf unserer WoC eingerichtet und sichergestellt, dass alles erwartungsgemäss funktionierte. Am 10. Juni sind wir dann mit einem Nachtschlag über den finnischen Meerbusen nach Hanko gesegelt, um die Stadt noch am Ankunftstag mit unseren neuen Faltvelos zu besichtigen. Schon kurz darauf ging's über Kasnäs durch die Schären nach Turku. Segeln war hierbei kaum möglich, weil der Wind exakt von vorne und Aufkreuzen im zum Teil engen Fahrwasser für die WoC nicht in Frage kam. Durch die Schären zu fahren ist sehr idyllisch, es verlangt aber auch die volle Aufmerksamkeit der Crew. Der Wald geht meistens bis ans Wasser und immer wieder schaut zwischen den Bäumen und Felsen ein farbiges Holzhaus hervor, oft mit einem Steg, an dem dann ein Boot angebunden ist. In Turku hatten wir zwei Tage Zeit, die Stadt kennenzulernen. Wir flanierten am Fluss Aurajoki entlang, liessen uns in der Markthalle zu leckeren Einkäufen verführen und besichtigten die Mikaelin kirkko (St. Michael's Church) und vieles mehr.

press to zoom
press to zoom
press to zoom
press to zoom
press to zoom
press to zoom
press to zoom
press to zoom
press to zoom
1/2

Am Samstag wurden wir schon wieder Landmenschen und fuhren während zwei Wochen mit einem gemieteten Camper zum Nordkap. Unsere Route wählten wir so, dass wir zuerst dem Bottnischen Meerbusen entlang fuhren, dann auf der finnischen Seite der schwedischen Grenze entlang bis nach Norwegen. Dort angekommen ging's auf dem direkten Weg zum Nordkap und von dort im Landesinnern durch die Seenlandschaft zurück nach Turku. Interessant war, wie die Vegetation gegen Norden von vielfältigen Mischwäldern über Birken-/Kiefernwälder zu tundra-artiger Heide mit krüpelig aussehenden Birken wechselte. Im Landesinnern fuhren wir lange Strecken über schnurgerade Strassen, die ständig bergauf und dann wieder bergab gingen. Im Norden begegneten uns sogar frei herumlaufende Rentiere. Leider hatten wir am Nordkap nur eine kurze Phase, an dem sich die Wolkendecke am Abend hob, so dass wir zwar nicht auf das Meer, dafür auf das Nebelmeer hinunterschauen konnten. Ansonsten wurde es während der gesamten Zeit nie richtig dunkel. Auch wenn es uns nicht vergönnt war, die Mitternachtssonne am Nordkapp zu sehen, so erlebten wir sie auf einem direkt am Wasser gelegenen Rastplatz etwas weiter im Süden. Übernachtet haben wir während der Reise auf Campingplätzen oder wir suchten uns einen lauschigen Ort an einem der vielen Seen oder an einem Fluss. Das war indessen alles andere als einfach, da jeder geeignete Platz in Finnland - zeitweise oder ständig - bewohnt wird und bebaut ist. Von der vielzitierten Mückenplage wurden wir kaum geplagt, auch wenn wir uns immer wieder gegen die ungeliebten Insekten zur Wehr setzen mussten. In Inari informierten wir uns in einem Museum über das vergangene und aktuelle Leben der Samen. Alles in allem haben wir die meist unberührte Natur und die einsamen Strassen genossen und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h gemütlich knapp 4'000 km zurückgelegt. 

press to zoom
press to zoom
press to zoom
press to zoom
press to zoom
press to zoom
press to zoom
press to zoom
press to zoom
1/1

Inzwischen ist es Mitte Juli und wir sind nach einer spannenden Reise durch das Archipelago vor Turku bei sonnig-heissem Wetter in Stockholm eingetroffen. Darüber berichten wir - wenn alles gut geht - anfangs August.