Mai 2021

Für Segler alltäglich: die Wende 

Anfangs Mai hatten wir – wie schon berichtet – beschlossen, nach Europa zurück zu segeln. Wie verlangt, orderten wir vor Verlassen der Bahamas die Travel Authorization in den Bermudas und schickten die negativen Resultate der in Nassau absolvierten PCR-Tests mit. Die Winde sollten gemäss Vorhersage mindestens die ersten fünf Tage gut sein, danach wurde es etwas unsicher. Also verliessen wir Nassau Mitte Mai und segelten anfangs mit eher zu schwachem Wind und daher mit Motorunterstützung Richtung Bermudas. Einen Tag früher als angekündigt änderte der Wind die Richtung und kam uns direkt entgegen. Selbst mit Motorsupport kamen wir bei Winden von 20 kn direkt von vorne, dh. in diesem Fall von Ost/Nordost, kaum voran. So beschlossen wir, Höhe zu gewinnen und 60° am Wind Richtung Norden aufzukreuzen. Vier Tage lang dauerte diese Fahrt, bis der Wind nach Norden drehte und wir weiterhin am Wind – doch dieses Mal auf dem Steuerbord-Bug – Richtung Bermudas segeln konnten. Wir genossen diese Fahrt sehr, weil die Wellen nicht unangenehm waren und weil dies der bevorzugte Kurs unserer WoC ist. Wir stellten das Ruder einmal ein, und unsere WoC hielt den Kurs, von wenigen Ausnahmen abgesehen – wenn die Windstärke z.B. abrupt änderte. Durch den Umweg benötigten wir vier Tage mehr als geplant, d. h. anstatt acht waren wir zwölf Tage unterwegs. Wir kamen glücklich und erleichtert in St. George auf den Bermudas an. Doch dort durften wir das Schiff zwei Tage nicht verlassen, weil wir zuerst einen erneuten PCR-Test über uns ergehen lassen und das Resultat abwarten mussten! Mit einem roten Band am Arm durften wir uns angeblich frei bewegen. Doch gross war die Enttäuschung, als wir am dritten Tag abends essen gehen wollten und im Restaurant erfuhren, dass wir mit dem roten Armband auf der Terrasse nicht zugelassen seien, nur an kleinen hohen Tischen vor dem Restaurant an der Strasse würden wir bedient. Das lehnten wir ab, denn wir waren schon bedient. Zum guten Glück fanden wir ein Restaurant mit Tischen am Ufer des Meeres, also "wirklich" draussen. Dort waren wir willkommen und wurden fürstlich entlohnt für unseren Frust. 

Doch zurück zu unserem Ausflug und Jörgs rotem Papierarmband. Als wir vom Royal Naval Dockyard nach Hamilton zurückfahren wollten, liess uns die Buschauffeurin wegen des roten Armbands nicht einsteigen und empfahl uns, ein Taxi zu nehmen. Das hätte indessen ein Vermögen gekostet, so beschlossen wir, mit der Fähre zu fahren, wo wir wieder an der frischen Luft sitzen konnten. Die Fahrt durch die „Schären“ von Hamilton, die uns an Finnland erinnerten, gefiel uns ebenso gut wie die Tour mit dem Bus. Das rote Armband – so unsere Überlegung auf diesen weiteren Vorfall – beruhte auf einem Fehler. Jörg hat bei seiner Anmeldung via App das Resultat des PCR-Tests nicht integriert, weil er es noch nicht hatte, sondern in einem separaten Mail an die Gesundheitsbehörden versandt. Doch das wurde dort nicht registriert und nachgetragen, weshalb man uns als potenziell Coronainfizierte einstufte. Suzanne enthielt keine Aufforderung zur Nachkontrolle und entledigte sich umgehend ihres Diskriminierungszeichens; Jörg erhielt nach dem Test in Hamilton ein gelbes Armband, mit dem er jetzt auch ÖV fahren darf. Obwohl wir ein paar wenig erfreuliche Dinge erlebten, gefallen uns die Bermudas sehr und wir könnten hier noch ein paar Tage aushalten. Unfreiwillig müssen wir ohnehin noch warten, da Suzanne bei einer Inspektion oben im Mast eine angebrochene Wante entdeckt hatte, die nun noch ersetzt werden muss. Und das braucht Zeit, da der Rigger nicht alle Ersatzteile vorrätig hatte. Dennoch bereiten wir uns – nicht nur moralisch – auf die etwa zwei Wochen dauernde Überfahrt nach Horta, Faial, vor. So langsam schliesst sich damit unser Kreis. Von den Azoren werden wir dann noch nach Holland segeln, wo die WoC erst einmal an Land aufgebockt und winterfest gemacht wird. Doch bis dahin gehen noch ein paar Wochen ins Land. 

Doch zurück zu unserem Ausflug und Jörgs rotem Papierarmband. Als wir vom Royal Naval Dockyard nach Hamilton zurückfahren wollten, liess uns die Buschauffeurin wegen des roten Armbands nicht einsteigen und empfahl uns, ein Taxi zu nehmen. Das hätte indessen ein Vermögen gekostet, so beschlossen wir, mit der Fähre zu fahren, wo wir wieder an der frischen Luft sitzen konnten. Das rote Armband – so unsere Überlegung auf diesen weiteren Vorfall – beruhte auf einem Fehler. Jörg hat bei seiner Anmeldung via App das Resultat des PCR-Tests nicht integriert, weil er es noch nicht hatte, sondern in einem separaten Mail an die Gesundheitsbehörden versandt. Doch das wurde dort nicht registriert und nachgetragen, weshalb man uns als potenziell Coronainfizierte einstufte. Suzanne enthielt keine Aufforderung zur Nachkontrolle und entledigte sich umgehend ihres Diskriminierungszeichens; Jörg erhielt nach dem Test in Hamilton ein gelbes Armband, mit dem er jetzt auch ÖV fahren darf. Obwohl wir ein paar wenig erfreuliche Dinge erlebten, gefallen uns die Bermudas sehr und wir könnten hier noch ein paar Tage aushalten. Unfreiwillig müssen wir ohnehin noch warten, da Suzanne bei einer Inspektion oben im Mast eine angebrochene Wante entdeckt hatte, die nun noch ersetzt werden muss. Und das braucht Zeit, da der Rigger nicht alle Ersatzteile vorrätig hatte. Dennoch bereiten wir uns – nicht nur moralisch – auf die etwa zwei Wochen dauernde Überfahrt nach Horta, Faial, vor.

Mit der Wende schliesst sich unser Kreis. Von den Azoren werden wir dann noch nach Holland segeln, wo die WoC erst einmal an Land aufgebockt und winterfest gemacht wird. Doch bis dahin gehen noch ein paar Wochen ins Land.