Frühjahr 2022

Bereit zu neuen Törns 

Unvergessene Momente, die man mit und auf dem Schiff erleben darf, wenn man weitab von zivilisatorischen Geräuschen vom Wind über die Wellen geschoben, natürlich auch geschaukelt, wird. Auch die Flaute hat ihre Reize, wenn man auf Deck die Sonne geniessen, ggf. auch inmitten des Ozeans ins Wasser springen und ein paar Runden zur Abkühlung schwimmen kann. Natürlich, letzteres macht man – Wassertemperatur-bedingt – nicht in der Ost- oder Nordsee, auch nicht in mittleren Breiten des Atlantik, aber die Karibik lädt durchaus dazu ein. Unsere Erinnerung ist voll von solchen Momenten. Schauen wir kurz zurück:

Seit 2016 hat die Wind of Change unsere Gedanken und unser Leben dominiert. Mit ihr haben wir im ersten Teil unserer Reise (2017) die Ostsee-Anrainer bis Estland, im Folgejahr (2018) dann Teile von Finnland und Schweden sowie Dänemark kennengelernt. Nach einer technischen Nachbesserung wurden die Ziele weiter gesteckt: Wir wollten schliesslich die Karibik erleben. Und das haben wir (2019 - 2021) getan. Via Nordsee, europäische Atlantikküste, Gibraltar, Madeira, Teneriffa sind wir zu den Kapverden, um von dort aus den Atlantik (zum 1. Mal) nach Martinique zu überqueren. Von dort aus ging's erst nördlich bis Guadeloupe, dann zurück bis St. Lucia, Barbados und St. Vincent and the Grenadines. Dort hat uns Corona eingeholt und unsere Bewegungsfreiheit schmerzlich eingeschränkt. Immerhin konnten wir noch Curaçao anlaufen, der für später geplante Weg in den Pazifik war indessen versperrt. Aus diesem Grund entschieden wir uns, langsam nach Europa zurückzukehren. Der Weg dorthin führte uns über Bonaire, die Dominikanische Republik, die Bahamas, Bermudas zu den Azoren. Von dort beendeten wir schliesslich unsere 2. Atlantiküberquerung in Coruña, von dort ging's nach Brest und Lelystad. Dort liegt die Wind of Change heute und wartet auf Leute, die mit ihr ihre Abenteuer erleben wollen.  

 

17'800 sm resp. 30'000 km haben wir auf diesem Törn zurückgelegt, 27 Staaten haben wir aufgesucht und sind Häfen und/oder Anker- bzw. Bojenplätze auf 26 Inseln angelaufen. Mit wenigen Ausnahmen (insbes. die Durchquerung des Göta-Kanals mit seinen 57 Schleusen in Schweden, der ersten Atlantik-Überquerung Ost-West sowie dem Rückweg von den Azoren nach La Coruña sowie von Brest nach Lelystad (dies vor allem wegen der späten Jahreszeit), haben wir den gesamten Törn zu zweit bewältigt. Unsere Erlebnisse sind auf dieser Website festgehalten. Unsere stählerne Lady Wind of Change, kurz "WoC", hat uns dabei bei Sonne und Sturm – und Stürme haben wir etliche erlebt – nie verschaukelt, nie im Stich gelassen. Auch wenn immer wieder mal einzelne technische Komponenten ersetzt werden mussten. Klare Stärken der WoC sind ihre Sturmresistenz - und das nicht nur unter Sturmfock, sondern auch unter gerefften Tüchern -, ihre Kursstabilität - bei Winden zwischen 60 und 120 ° auch ohne Autopilot – und vor allem ihre vorbildliche Autarkie – aufgrund grossen Wasser- und Dieseltanks, Wasser- und Stromselbstversorgung und vielem mehr. Dank höhergelegenem Cockpit werden Skipper und Passagiere nur dann nass, wenn es von hinten her regnet. Da nützt die grosse Persenning wenig, ansonsten schützt sie bei Tag und Nacht vor Kälte, Wind und Wasser, wenn es mal spritzt. 

Die Wind of Change ist umfassend ausgerüstet. Eine detaillierte Liste ist hier (Link bitte anklicken) zu finden. Natürlich sind die Jahre, die der Törn gedauert hat, nicht ganz ohne Spuren am Schiff geblieben. Aber der Zweimaster ist ausgesprochen robust, hat viel Platz und braucht keine grosse Crew zum Segeln. Interessenten melden sich am besten bei www.e-y-n.com (s.o.) oder bei uns (-> Kontakt).